Volksbank BRAWO trennt sich vom Vorstandsvorsitzenden Jürgen Brinkmann
Lars Berkefeld zum interimistischen Vorstandssprecher berufen
Institut leitet grundlegende Neuausrichtung ein
Keine Auswirkungen für Mitglieder und Kunden
Der Aufsichtsrat der Volksbank BRAWO hat den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Brinkmann mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. Grund dafür sind unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Interimistisch wird Dr. Lars Berkefeld als Vorstandssprecher die Führung der BRAWO GROUP übernehmen, unterstützt von Carsten Ueberschär als Mitglied des Vorstands. Der dritte Vorstandsposten wird zeitnah extern besetzt werden.
Detlef Bade, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank BRAWO: „Im Namen des Aufsichtsrats danke ich Herrn Brinkmann für seine langjährige Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender und für sein großes Engagement für die Bank und die Region. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Der Aufsichtsrat hat volles Vertrauen in die Arbeit von Herrn Dr. Berkefeld und Herrn Ueberschär. Gleichzeitig erachten wir es als notwendig, den Vorstand zeitnah von außen zu verstärken. Den Prozess für die Besetzung des dritten Vorstandspostens haben wir bereits angestoßen.“
Der Vorstand wird darüber hinaus dem Aufsichtsrat vorschlagen, vorsorglich bei der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) einen Antrag auf Deckungsmaßnahmen zu stellen. Lars Berkefeld sagte in seiner neuen Funktion als Vorstandssprecher: „Die Volksbank BRAWO erfüllt die erforderlichen harten Kapitalanforderungen (TSCR) sowie Liquiditätsanforderungen. Der Vorstand hält den Antrag jedoch für hilfreich, um die Neuausrichtung der BRAWO GROUP zu erleichtern. Herr Ueberschär und ich arbeiten dabei auf das Engste und sehr vertrauensvoll mit der Sicherungseinrichtung des BVR zusammen. Es besteht grundsätzliche Einigkeit mit der Sicherungseinrichtung über die erforderlichen Maßnahmen. Auf unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden der Volksbank BRAWO hat dies keine Auswirkungen.“
„Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir als Volksbank BRAWO die aus Wertberichtigungen resultierenden Risiken aus eigener Kraft abbauen können“, so Vorstandssprecher Lars Berkefeld. „Als Vorstand haben wir uns in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und der Sicherungseinrichtung des BVR aber dazu entschieden, entschlossen zu handeln. Wir werden darüber hinaus die bisherige Geschäftsstrategie der BRAWO GROUP einer kritischen Prüfung unterziehen.“
Die Volksbank BRAWO wird im Zuge der Berichterstattung über den Jahresabschluss 2025 detailliert über die Restrukturierungsmaßnahmen informieren.