BRAWO-Gemeinwohl-Preis 2026: Besonderes Engagement zum zehnten Mal gewürdigt
Engagement für andere, Verantwortung für die Gesellschaft und der Einsatz für das Gemeinwohl: Dafür wurden auch in diesem Jahr Studierende mit dem BRAWO-Gemeinwohl-Preis ausgezeichnet. Die Volksbank BRAWO, das EngagementZentrum sowie die WelfenAkademie und die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften würdigten damit junge Menschen, die sich neben ihrem Studium in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren.
2026 wurde der BRAWO-Gemeinwohl-Preis bereits zum zehnten Mal verliehen. Insgesamt wurden sieben Studierende ausgezeichnet. An der WelfenAkademie wurden erstmals drei Preise vergeben, darunter der Sonderpreis „Gesellschaftliches Vorbild“. An der Ostfalia wurden erneut vier Studierende ausgezeichnet, einer von ihnen mit dem Sonderpreis „Demokratieförderung“.
WelfenAkademie: Drei Studierende für ihr Engagement ausgezeichnet
Die Preisverleihung an der WelfenAkademie fand am 18. September im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung statt. Neben dem neuen Geschäftsführer der WelfenAkademie, Jens Mentzendorff, nahmen auch Michael Wittchow von der Volksbank BRAWO und Matthias Marx vom EngagementZentrum an der Veranstaltung teil. Marx begleitet den BRAWO-Gemeinwohl-Preis bereits seit dessen erster Verleihung als Ansprechpartner.
An der WelfenAkademie wurde der BRAWO-Gemeinwohl-Preis erstmals 2017 verliehen. Mit der diesjährigen Auszeichnung konnte damit zugleich auf eine zehnjährige Geschichte des Preises zurückgeblickt werden.
Über die Vergabe der diesjährigen Preise an der WelfenAkademie entschied eine Jury aus Michael Wittchow, Leiter der Direktion Braunschweig der Volksbank BRAWO, Malte Heinemann, Geschäftsführer des EngagementZentrums und Jens Mentzendorff, Geschäftsführer der Welfenakdemie. Sie wurde von einer studentischen Vertreterin bei der Auswahl der Preisträger unterstützt.
Zum Jubiläum wurde die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements von Studierenden besonders hervorgehoben.
„Wir als Gesellschaft können darüber alle sehr froh und glücklich sein, was diese Menschen alles uneigennützig organisieren, Zeit und manchmal leider sogar auch Ihre eigene Gesundheit gefährden, beispielsweise bei freiwilligen Rettungskräften und Feuerwehren, weil das Wohl und - oder die Freude anderer Menschen sie um- und antreibt. Wir als genossenschaftliche Volksbank versuchen Menschen in ihren verschiedenen Antrieben Unterstützung zukommen zu lassen. Aus eigener Erfahrung in der Jugendfeuerwehr und beim Technischen Hilfswerk weiß ich sehr gut um die enorme Bedeutung des Ehrenamts.“, betonte Jury-Mitglied Michael Wittchow.
Auch Matthias Marx blickte auf die Entwicklung des Preises zurück und würdigte die Leistungen der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger.
„Was 2017 mit der ersten Verleihung des BRAWO-Gemeinwohl-Preis begann, ist inzwischen zur festen Tradition geworden. Alle Preisträgerinnen und Preisträger, die seitdem ausgezeichnet wurden, zeigen eindrucksvoll, wie viel junge Menschen für andere und für unsere Gesellschaft bewegen können. Mit dem BRAWO-Gemeinwohl-Preis möchten wir auch weiterhin dieses Engagement sichtbar machen, würdigen und zugleich andere Studierende ermutigen, sich ebenfalls einzubringen.“
Jens Mentzendorff beendete die Verleihung mit einer Laudatio für den Sonderpreisträger Dildar Salim, der sein duales Studium an der WelfenAkademie 2023 begann und in diesem Jahr abschloss: „Dildar Salim steht für eine moderne, inklusive Gesellschaft und ehrenamtliches Engagement. Er hat sich mit eisernem Willen und innerer Stärke in einem für ihn unbekannten Land integriert, und bis heute sorgt er in seiner Freizeit dafür, dass Menschen mit ähnlichem biographischen Hintergrund in unserer demokratischen Gesellschaft Integration und Teilhabe erleben. Damit verkörpert er den Titel dieses Preises: ein gesellschaftliches Vorbild.“
Die Preisträger
Anneke Lütkemüller
Anneke Lütkemüller engagiert sich im Ponyteam der Pferdesportregion Aller-Oker und bei der Gemeinschaft „Junge Leute Vorhop“. Im Ponyteam setzt sie sich insbesondere für Kinder und Jugendliche ein, organisiert und begleitet Trainings und Veranstaltungen und fördert dabei Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Fairness. Zudem engagiert sie sich als Frauenbeauftragte bei „Junge Leute Vorhop“ und unterstützt dort unter anderem bei Veranstaltungen und in der Öffentlichkeitsarbeit.
Sofie Säbelfeld
Sofie Säbelfeld engagiert sich seit 2019 als Co-Trainerin beim VfL Rötgesbüttel und unterstützt dort das Turntraining von Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 14 Jahren. Darüber hinaus hilft sie bei Wettkämpfen als Trainerin und Kampfrichterin. Ihr eigenes langjähriges Engagement als Turnerin hat sie dazu motiviert, ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben und ihre frühere Trainerin zu unterstützen.
Sonderpreis „Gesellschaftliches Vorbild“: Dildar Salim
Den Sonderpreis „Gesellschaftliches Vorbild“ erhielt Dildar Salim für sein langjähriges Engagement bei der „Yezidischen Freien Stimme“. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen als Geflüchteter unterstützt er seit 2016 Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Dazu gehören unter anderem die Begleitung zu Behörden und Arztterminen, Unterstützung bei sprachlichen und organisatorischen Fragen sowie Hilfe bei der Orientierung im deutschen Bildungs- und Gesellschaftssystem. Mit seinem Engagement möchte er Menschen, die ähnliche Erfahrungen wie er selbst gemacht haben, Orientierung, Sicherheit und neue Perspektiven geben.
Ostfalia Hochschule: Vier Studierende für besonderes Engagement geehrt
Am 21. September wurde der BRAWO-Gemeinwohl-Preis im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung am Campus Wolfenbüttel der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften verliehen.
An der Veranstaltung nahmen Volker Küch, Präsident (m. d. W. d. G. b.) der Ostfalia, Claudia Kayser, Vorstandsmitglied der Volksbank BRAWO und Hochschulratsvorsitzende sowie Matthias Marx, Mitarbeiter des EngagementZentrums und Ansprechpartner des BRAWO-Gemeinwohl-Preises, teil.
An der Ostfalia wurde der BRAWO-Gemeinwohl-Preis erstmals 2021 verliehen. Seitdem werden dort regelmäßig Studierende für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
„Dieser Preis ist eine Anerkennung für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement, und er ist ein Symbol unserer Wertschätzung für diejenigen, die sich in besonderer Weise für das Wohl unserer Gesellschaft einsetzen“, erläutert Claudia Kayser, Leiterin der Direktion Wolfsburg der Volksbank BRAWO und Vorstandsvorsitzende der BRAWO Stiftergemeinschaft. „Es ist beeindruckend, wie viele verschiedene Ehrenämter teilweise bereits sehr lange von den Studierenden ausgeübt werden – die Jury hatte es schwer, jede und jeder hätte es verdient, geehrt zu werden.“
Über die Vergabe der diesjährigen Preise an der Ostfalia entschied eine Jury aus Claudia Kayser, Malte Heinemann, Geschäftsführer des EngagementZentrums, und Volker Küch. Sie wurde erneut von einem studentischen Vertreter bei der Auswahl der diesjährigen Preisträger unter den rund 30 Bewerbungen unterstützt.
„Unsere Gesellschaft lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen. Das gilt auch und gerade für junge Menschen. Die ausgezeichneten Studierenden stehen beispielhaft für eine Generation, die nicht nur über gesellschaftliche Herausforderungen spricht, sondern selbst aktiv wird. Dieses Engagement stärkt den Zusammenhalt und verdient unsere Anerkennung.“, so Malte Heinemann, Geschäftsführer des EngagementZentrums und diesjähriges Jury-Mitglied.
Nach einer einleitenden Rede von Claudia Kayser würdigte Volker Küch das Engagement der ersten beiden Preisträger, Layla Haj Mohammad und Niclas Lisiewicz: „Es gibt Menschen, die nicht lange überlegen, wenn Hilfe gebraucht wird – sie handeln. Unsere heutige Preisträgerin gehört genau zu diesen Menschen.“ und „Mit seinem Einsatz stärkt er den Bevölkerungsschutz, fördert junge Menschen und trägt dazu bei, dass Vereine lebendige Orte des Miteinanders bleiben. Für dieses vielseitige und verantwortungsvolle Engagement danken wir ihm herzlich.“
Nach einer Laudatio von Matthias Marx zum Engagement von Hanna Hübinger wurde von Claudia Kayser der diesjährige Sonderpreis überreicht.
Die Preisträger
Layla Haj Mohammad
Layla Haj Mohammad engagiert sich in besonderem Maße für Frauen, Familien sowie Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund. Seit 2022 ist sie unter anderem bei der Sozialberatungsstelle Bilmati e. V. in Braunschweig aktiv. Sie berät und begleitet Menschen, leitet eine Mutter-Kind-Gruppe und führt MiA- und Kunstkurse durch. Zudem engagiert sie sich im Projekt „Schwangerenbegleitung“ der Stadt Braunschweig sowie bei „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“. Ihr ehrenamtlicher Einsatz umfasst durchschnittlich 20 bis 25 Stunden pro Woche.
Niclas Lisiewicz
Niclas Lisiewicz engagiert sich bei der DLRG und im Schützenverein. Bei der DLRG übernimmt er unter anderem als stellvertretender Technischer Leiter Einsatz Verantwortung, engagiert sich im Katastrophenschutz und in der Nachwuchsförderung und leitet einen Schwimmkurs. Zudem ist er als Ausbilder für Drohnenführer tätig. Im Schützenverein Üfingen unterstützt er die technische Planung des Umbaus des Schießstandes. Sein Engagement umfasst rund fünf Stunden pro Woche.
Hanna Hübinger
Hanna Hübinger engagiert sich seit vielen Jahren beim Technischen Hilfswerk (THW) und insbesondere in der Jugendarbeit. Als Ortsjugendbeauftragte des THW-Ortsverbandes Wolfenbüttel ist sie für die Ausbildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen verantwortlich. Gleichzeitig ist sie als Helferin in der Bergungsgruppe aktive Einsatzkraft und engagiert sich auch auf Bundesebene in der THW-Jugend. Ihr außergewöhnlicher Einsatz beläuft sich auf mehr als 1.000 Stunden jährlich.
Sonderpreis „Demokratieförderung“: Aljoscha Kämpfe
Der Sonderpreis „Demokratieförderung“ ging an Aljoscha Kämpfe. Er engagiert sich bei der Naturfreundejugend Braunschweig in der politischen Bildungsarbeit und führt Workshops und Seminare an Schulen durch. Dabei beschäftigt er sich mit Themen wie Demokratieförderung, Zivilcourage, Migrations- und Fluchterfahrungen, Rechtsextremismus und sexueller Vielfalt. Seit rund zweieinhalb Jahren ist er regelmäßig an Schulen in Braunschweig, Wolfenbüttel und der Region im Einsatz.
Claudia Kayser würdigte Kämpfes Engagement in einer eigenen Laudatio und hob dabei insbesondere die Bedeutung politischer Bildung für junge Menschen und die Demokratie hervor.
Engagement, das Gesellschaft bewegt
Mit dem BRAWO-Gemeinwohl-Preis wurde auch 2026 sichtbar, wie vielfältig und wirkungsvoll studentisches Engagement sein kann. Die ausgezeichneten Studierenden engagieren sich in ganz unterschiedlichen Bereichen – von Kinder- und Jugendarbeit über Sport und Katastrophenschutz bis hin zu sozialer Beratung, Unterstützung von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und politischer Bildung.
Die zehnte Verleihung des BRAWO-Gemeinwohl-Preises steht damit zugleich für die kontinuierliche Anerkennung des ehrenamtlichen Einsatzes junger Menschen in der Region. Die ausgezeichneten Studierenden sowie alle Bewerberinnen und Bewerber zeigen eindrucksvoll, dass gesellschaftliches Engagement keine Frage des Alters ist und bereits während des Studiums ausgeübt werden und einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl leisten kann.
Auszeichnung und nächste Bewerbungsphase
Alle ausgezeichneten Studierenden erhielten für ihr Engagement jeweils eine Skulptur beziehungsweise – bei den beiden Sonderpreisen – einen Glaspokal, eine Urkunde sowie ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro. Das Preisgeld wurde von der Volksbank BRAWO bereitgestellt.
Die nächste Bewerbungsphase für den BRAWO-Gemeinwohl-Preis startete an der WelfenAkademie bereits am 21. September 2026. An der Ostfalia beginnt die nächste Bewerbungsphase im März 2027. Weitere Informationen zum Preis und zu den Bewerbungsmöglichkeiten gibt es unter www.engagementzentrum.de/brawo-gemeinwohl-preis.

